Projekt Wecker

Nach einem guten Jahr hatte ich alle Grundlagen des Berufs Elektroniker in einzelnen Modulen gelernt. Dazu gehörten mechanische Arbeiten an Prints und Gehäusen, das Aufbauen und Testen von Schaltung und das Programmieren von sogenannten Mikrokontrollern. All diese Arbeiten sollten nun in einem einzigen Projekt zusammengefasst und vertieft werden. Das Projekt sollte allerdings auch das Vorgehen aufzeigen, welches bei späteren Projekten angewendet werden muss.

Projektvorschlag

Der Vorschlag meines Berufsbildners war es, einen eigenen Wecker zu bauen. Dabei galt es einige Vorgaben zu erfüllen: auf einem Display werden sowohl die Zeit als auch das Datum angezeigt und mit wenigen Tasten kann die Weckzeit eingestellt werden. Die Zeit und das Datum müssen aber nicht eingestellt werden, sondern werden über Funk von einem deutschen Zeitsender (DCF77) empfangen.

Ablauf

Die Zeit, welche mir zur Verfügung stand, war grundsätzlich unbegrenzt, trotzdem musste ich sowohl einen Soll- als auch eine Ist-Zeitplan erstellen, um verschiedene Arbeiten abschätzen zu können. Als Nächstes galt es ein Konzept auszuarbeiten, welches die Anforderungen erfüllte und auch den Kostenrahmen nicht sprengte. Nach einem Meeting musste noch die eine oder andere Sache angepasst werden und schliesslich ging es darum das Konzept umzusetzen. Dazu mussten mechanische Zeichnungen zu Print und Gehäuse erstellt werden, aber auch ein Schema mit Stückliste gehörte dazu. Waren alle Unterlagen korrekt und möglich Fehler ausgeschlossen, konnte das Material bestellt werden.

Sobald der Print gelötet war, musste die Schaltung noch einmal getestet werden und zum Teil mussten noch einzelne Bauteile ergänzt werden. Als alles getestet war und die Schaltung somit definitiv in Ordnung war, konnte die Software erstellt werden.

Dabei wurde aber nicht der ganze Code auf einmal erstellt, es wurden auch hier einzelne Teile geschrieben und getestet. Dabei war es sinnvoll mit dem Display zu beginnen, denn darauf konnten danach Informationen ausgegeben werden. Bei der Software sind dann aber auch einige Probleme aufgetaucht, denn das DCF77-Signal war nicht immer so sauber wie es auf Bildern dargestellt ist. Zum Schluss gelang es mir dann doch das Signal einzulesen, doch bei einem Test mit dem zusammengebauten Wecker waren die Störsignale trotzdem etwas zu gross.

Zwischenzeitlicher Abschluss

Zu diesem Zeitpunkt war das 3. Semester meiner Lehre um und es kamen neuen Aufgaben auf mich zu: die Projektarbeit mit den anderen Lernenden des 2. Lehrjahrs und die Vorbereitung auf die Teilprüfung, welche bereits zum Abschlusszeugnis zählt. Da diese beiden Themen höhere Priorität hatten konnte ich bis zum Sommer nicht mehr gross daran arbeiten.

Nach den Sommerferien folgte der Wechsel vom Lehrlabor in eine Abteilung. Daher arbeitete ich nur sporadisch an diesem Projekt.

Fazit

Bei diesem Projekt konnte ich einiges lernen, was ich in einem anderen Projekt mit anderen Lernenden einsetzen konnte. Es waren Erfahrungen beim Planen, wie das zeitliche Einschätzen meiner Arbeiten, aber auch Erfahrungen im technischen Bereich z.B. beim Erstellen einer Schaltung.

Beim erneuten Aufgreifen des Projekts, würde wieder die Software im Zentrum stehen. Das Einarbeiten in den Code und Herausfiltern der Fehler ist der erste Punkt welcher abgehakt werden muss. Anschliessend sollte noch ein Menü und die zugehörige Bedienung mit den Tastern implementiert werden. Mit dem Fertigstellen aller Dokumente und einem abschliessenden Meeting wäre das Projekt abgeschlossen – und ich im Besitz eines neuen Weckers.

Oktober 2012, Willi Zeltner Elektroniker 3. Lj